+++ 27. Februar 2009 - Unser Besuch auf der
Wasserkuppe +++
Lange schon hatte ich geplant dem Berg der Segelflieger einmal einen Besuch
abzustatten. Doch die Röhn ist nunmal
vom Bayerischen Wald ein kleines bisschen zu weit entfernt um mal einfach eben
so dort hinzufahren. Eigentlich
war ja auch geplant dort im Sommer einen Kurzurlaub zu machen um auch segeln zu
können. Warum also Februar?
Ganz einfach: Am 27. Februar war mein Abholungstermin für meine neue Airworld
Jodel Remo in Frankfurt angesetzt.
Und da ich mir für den Event sowieso einen Tag Urlaub nehmen musste, plante ich
gleich den "winzigen" Schlenker
über Gersfeld mit ein. Also fuhren Stefan und ich bereits um 6 Uhr morgens los
und kamen bei dickstem Nebel um ca.
10:30 Uhr auf der Wasserkuppe an. Beinahe hätten wir das Segelfliegermuseum dort
gar nicht gefunden, obwohl es
nur 50m vom Parkplatz entfernt liegt. Doch bei Sichtweiten von unter 2m ist die
Orientierung nur nach Gehör möglich.
Der mit 950m höchste Berg Hessens ist im Winter mit Skifahrern und nicht mit
Segelfliegern bevölkert, und so hatten wir
das wunderschöne Museum, nachdem wir es gefunden hatten, fast für uns alleine.
Ich kann allen Segelflugbegeisterten nur empfehlen der Wasserkuppe mal einen
Besuch abzustatten. Die im dortigen
Museum (http://www.segelflugmuseum.de) gezeigte Ausstellung über die Geschichte
des Segelflugs und die
vielen wunderschönen Originale und Modellflugzeuge sind eine Pracht! Der
Eintritt ist mit 3.- EUR auch mehr als fair!
Mit wie viel Liebe die Oldies restauriert werden um dann von den Besuchern
bestaunt zu werden, konnten wir bei einer
exklusiven kleinen Werkstattführung erfahren. Von 2 ehrenamtlichen Mitarbeitern
des Segelflugmuseums wurde gerade
ein seltenes Exemplar des ersten Segelflugzeugs der Geschichte mit Laminarprofil
wieder perfekt hergerichtet. Als wir
ganz frech in die Werkstatt spitzten wurden wir sofort nett empfangen und
bekamen viele sehr interessante Infos zu der
Maschine. Sogar in das Allerheiligste - das Archiv des Museums - wurden wir
eingelassen. Das war für uns profane
Modellflieger natürlich ein Erlebnis, das wir nicht mehr vergessen werden!
Selbstverständlich haben wir bei unserem Besuch viele Fotos geschossen.
Einige davon habe ich euch hier online gestellt.
Unzählige traumhaft schöne Originale und Nachbauten werden in 2
Hallen gezeigt.
Schleicher Röhnadler. Man beachte das dicke Profil im Vergleich zu heutigen
Maschinen!
Eine Rheinland. Ein für damalige Verhältnisse sehr modernes Flugzeug. Ich habe
mich bereits verliebt.... ;-)
Das Musterle von Wolf Hirth. Super Verarbeitung in Sperrholz Naturoptik.
Alt aber schon damals voll kunstflugtauglich!
Flugfähiger Reiher 3 Nachbau. Der Baukasten von Krick liegt bereits bei mir
zuhause und wartet auf den nächsten Winter....
Eine Lo100 - noch heute ein super Kunstfluggerät.
Condor in einem perfekten Zustand!
Rolladen Schneiders Einstieg in den Segelflugzeugbau: Die LS.1
Und hier ein perfektes Modell des Moatzagotls - der Vorgänger der Minimoa.
3 Etappen in Richtung Moderne: Erst kam die Sperrholzbauweise....
dann Gitterrohrrumpf.....
Und heute dominiert die Kohlefaserverbundbauweise den Segelflugzeugbau. Perfekt
dargestellt und erklärt im Segelfliegermuseum.
Viele der ausgestellten Segler sind Original A-Modelle und Prototypen.
Hier ist sie endlich: Meine geliebte Minimoa HB-282 aus der Schweiz.
Interessante Einblicke ins Cockpit.
Auch wenn ich mich dazu illegalerweise hinter die Absperrung begeben musste. ;-)
Eines der schönsten historischen Segelflugzeuge - und seit diesem Winter auch in
meinem Flugzeughangar.... leider nur als Modell!
Die wunderschönen Rippentragflächen ganz aus Holz.
Interessantes Detail der Querruderanlenkung.
Der berühmte Doppelraab - auch mal bei Schempp-Hirth in Produktion.
Und hier das erste Schempp-Hirth Flugzeug: Die Gö-1 Wolf.
Beeindruckend: Ein Horten Nurflügler.
Hier wird es schon moderner: Phoebus CW - gebaut vom Profilpapst Richard Eppler
Und so fing es an: Schulgleiter vom Typ "Schädelspalter". Als wir das
Lederkissen an der Strebe in Kopfhöhe in Verbindung mit der Landekufe brachten
war und der Name klar. ;-)
Die ersten doppelsitzigen Schulflugzeuge: FES Lehrmeister (Sitze
hintereinander)....
und die Gö-4 III von SHK bei der Lehrer und Schüler nebeneinander sitzen.
Segelflugzeug Favorit
Ein Modell des Prototyps der zweisitzigen Minimoa. Leider nie in Serie gebaut.
In der Werkstatt des Museums haben wir uns aus Höflichkeit zurückgehalten mit
knipsen. Somit kann ich euch leider
keine Fotos davon zeigen. Ihr müsst schon selbst hinfahren...
Hier noch ein paar Fotos von unserem Aufenthalt bei Airworld, wo wir meine Jodel
Robin abgeholt haben.
Übrigens mein nächstes Projekt - denn im Sommer soll geschleppt werden. Hier im
Blog gibt es natürlich bald
den passenden Baubericht zu dem Modell.
Beeindruckende Cmelak von Airworld. Das Arbeitstier der DDR.
Wunderschönes Cockpit...
und schon aufgrund der Motorisierung ein echtes Traummodell. 5-Zylinder
Moki-Sternmotor!
Stefan ist begeistert angesichts der tollen Jet-Modelle. Leider außerhalb
unserer finanziellen Reichweite.
Leider fliegt Herr Reisert & Team diese Modelle dieses Jahr nicht
in Sinsheim vor, sondern zeitgleich in Florida auf dem dortigen Jetmeeting.
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