+++ Remo-Fieber - oder: Wehe wenn sich zwei Robin-Verrückte übers Internet kennenlernen +++

Der Titel dieses Beitrags ist nicht umsonst so gewählt. Als ich vorletztes Jahr damit begonnen habe meine
Airworld Remo zu bauen und diesen Bau fotografisch in meinem Blog festgehalten habe, wurde ich von vielen
Lesern mit vielen vielen eMails dazu kontaktiert. Ich merkte sofort: Dieses Flugzeug erzeugt wohl nicht nur
bei mir Emotionen.

Mit einigen dieser "Kollegen" pflege ich auch heute noch einen netten Kontakt. Und mit einem ganz speziellen
Herren sogar einen inzwischen ausgesprochen freundschaftlichen: Herwig aus dem wunderschönen Kärnten
baute zufälligerweise genau in der Zeit meines Remo-Baus genau das selbe Modell von Airworld aus einem
uralten Baukasten, der bei einem seiner Freunde wohl jahrelang auf dem Speicher vergammelte.
Bis sich Herwig der Herausforderung annahm und ein Scale-Modell der absoluten Spitzenklasse daraus
erschuf. So wie meine Robin an das Original meines Segelflugclubs in Cham in der Oberpfalz angelehnt ist,
so baute Herwig eine exakte kleine Nachbildung seiner Sport- und Schleppmaschine des Fliegerclubs
Feldkirchen Ossiacher See (Österreich) mit der er auch im Original oft unterwegs ist.

Und das Beste an der Geschichte war, dass wir beide uns per eMail und Baufotos immer auf dem
Laufenden hielten und uns bezgl. der Bauerei einige wertvolle Tips zustecken konnten. So macht Internet
und Modellflug Spaß!

Die Geschichte ist inzwischen eine wahre Erfolgsstory und es sind zwei schöne Modellflugzeuge entstanden.
Und so verwundert es kaum, dass wir beide uns irgendwann auch einmal persönlich mit unseren "Babys"
treffen wollten um gemeinsam zu fliegen und fachzusimpeln.

Was lag da näher als meinen Segelflieger-Urlaub in Kärnten am Ossiacher See mit einem Treffen zu verbinden.
Wo doch der Flugplatz Feldkirchen nur 5 Autominuten entfernt liegt und auch Herwig nur einen Katzensprung
entfernt wohnt.

Zufälligerweise fand an dem Wochenende auch noch das jährliche Hallenfest des Fliegerclubs Feldkirchen statt.
Und so trafen wir uns gleich dort.....
 

Tag 1 - Erstes persönliches Kennenlernen beim Fliegerfest in Feldkirchen:



Kaum am Sportflugplatz angekommen zieht mich dieses Flugzeug magisch an. Es handelt sich um das große Vorbild von Herwigs Maschine.


Auch der benachbarte Club Nötsch schickte seine Remo für Rundflüge.


Hier hebt Klaus Lehnhart mit seiner Extra 300 ab.....


... um das Publikum mit Weltklasse-Kunstflug kurz darauf zu verzaubern.


Eine DA-40 des Vereins beim unermüdlichen Sightseeing-Fliegen mit interessierten Gästen.


Zum ersten Mal sehe ich dieses Flugzeug im Maßstab 1:1 ! Ein Fox beim Kunstflug.


Und hier schwebt er zur Landung herein. Kaum vom Modell zu unterscheiden, nicht? ;-)


Die Delta-Foxtrott-Sierra beim Start mit drei zahlungswilligen Fluggästen.


Im Original Discus konnte sich diese junge Dame schon mal erklären lassen, was sie später einmal für den Schein so alles braucht.


Klaus Lehnharts "extra"-geile Kunstflugmaschine. Das Haifischmaul ist schon der Hammer!


Welche ist schöner? Noch eine zweite Extra aus Deutschland in interessanter Metallic-Lackierung.


Bücker nach der Landung.


Im Segelflugsimulator übt sich, wer später mal selbst fliegen will.


Dieses Flugzeug sieht zwar antik aus, ist aber nagelneu. Es handelt sich um ein Ultralight.


Original Duo Discus der Flugsportvereins Feldkirchen im Überflug kurz vor der Landung.


Der größte noch fliegende einmotorige Doppeldecker der Welt: Eine Antonov aus Italien. Der Sound des Sternis haut einen um!

Doch Herwig beließ es nicht bei einem Treffen und einer Halben Bier. Sondern überraschte uns, indem er
uns zu einem kurzen Rundflug mit der großen Robin einlud. Ein Hammer-Erlebnis über die wunderschöne
Landschaft Kärntens zu fliegen! Danke, Herwig, dafür !!!



Und schon hocke ich drin.



Stefan und Adi dürfen auch noch mit!


Man präge sich dieses Panel ein. Denn Herwig ist es gelungen es in seiner kleinen Remo perfekt nachzubilden, wie wir weiter unten noch sehen werden.


Und schon fliegen wir Richtung Ossiacher See.


Ein Anblick, der leider viel zu schnell wieder vergeht. Herrlich!


Unsere Pension Karawankenblick von der Luft aus betrachtet. Mit Teleobjektiv aufgenommen sieht man hier sogar unsere Modellsegelflieger rumliegen.

 
Adi und Stefan sind begeistert.


Landeanflug auf den Flugplatz Feldkirchen Ossiacher See.


Hier schwebt sie aus.


Und wir müssen leider schon wieder aussteigen.


Tag 2 - wir treffen uns um mit den "Kleinen" zu fliegen.

Ich hatte mir extra die Mühe gemacht und neben vielen Seglern auch noch meinen Anhänger mit der Remo
ans Auto gehängt und die 450 km zur Pension Karawankenblick mitgeschleift. Und das sollte sich auch lohnen.
Denn Herwig lud uns einige Tage später zum Fliegen auf einen traumhaft schönen Modellflugplatz ein damit sich
unsere beiden Remos einmal persönlich kennenlernen konnten. So ein schönes Fluggelände wie das der
Modellflieger aus Klagenfurt, nur einige wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt, habe ich bislang
noch nirgendwo gesehen, geschweige denn, dass ich darauf auch fliegen durfte. Und so hatten wir fliegerisch
mit unseren beiden Airworld Remos an dem Tag viel Spaß und ich durfte ganz nebenbei auch noch einige sehr
sympathische Kärntner Modellflieger kennenlernen.


Das Gelände der Modellflugclubs Klagenfurt.


Eine ganz besondere Augenweide ist die geniale Piste. Hier macht Modellfliegen Spaß!



Hier sehe ich sie zum ersten Mal live. Herwigs geniale DR-400. Er (ganz links im Bild) schwitzt hier zwar schon ordentlich aber das lag dem Fall nur an der Hitze.


Ich bin ehrlich begeistert, mit welcher Liebe zu Details das Modell gebaut wurde.


Natürlich darf auch hier ein echter "Pfannmüller" nicht fehlen.


Das Instrumentenpanel ist eine Augenweide.....


.... genau wie der restliche Innenraum.



Und so starten wir den Kolm-Viertaktmotor mit 100ccm Hubraum und dem wunderbaren Klang und es geht los.


Auf diesem Platz fühlt man sich wie bei den "Großen". Hier rollt die OE-DFS zum Start.


Der Start ist geglückt und kräftig zieht die Maschine über meinen Kopf.


Herwig hochkonzentriert beim Flug. Es war erst der zweite Einsatz der Remo überhaupt.
Doch das Modell wurde perfekt pilotiert. Man merkt sofort, dass hier ein Könner an den Knüppeln hantiert.


Tiefer langsamer Überflug mit gesetzten Klappen. Gänsehaut bei den Zuschauern.


Mit dem Kolm Boxer-Motor ist die Remo 100% perfekt motorisiert. Der Klang des Benziner-Viertakters ist vom Original nicht zu unterscheiden.


Einschweben zur Landung auf der super Asphaltbahn.


Kurz vor dem Aufsetzen erwischt.


Nach einigen anfänglichen Problemen mit meiner Sierra-Hotel und der Bugfahrwerksanlenkung....


.... konnte es aber auch hier losgehen.


Roll-Out zum Start.


Ab gehts.


Man merkt an meiner Körperhaltung: Ich fühle mit dem Flieger mit und verbiege mich entsprechend. ;-)


Anflug zur Landung.


Super, wenn alles so gut klappt.


Ein Hammer-Foto geschossen von Herwig - ist inzwischen mein Lieblings-Remo-Bild.>


Und so stehen sie friedlich vereint nebeneinander....


So schön kann "Völkerverständigung" bei uns Modellbauern aussehen.




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