+++ Rückkehr an den Ossiacher See - Pension Karawankenblick 2011 +++
Nachdem mir 2010 unser gemeinsamer Urlaub bei Bernhard Weissmann in Manessen am
Ossicher See
so viel Spaß gemacht hatte, sollte es auch 2011 wieder eine Woche Urlaub dort
sein. Ich wollte diesmal
gleich rund um Pfingsten dort meine Zelte aufschlagen. Leider fehlte es mir aber
diesmal an willigen
Begleitern aus den eigenen Reihen. Aber ich entschloss mich trotzdem zu fahren,
was sich im Nachhinein
als gar nicht so schlechte Entscheidung herausstellte. Schließlich sind in der
Pension Karawankenblick ja
nur Modellsegelflieger einquartiert. Und so sollte es nicht schwer fallen dort
schnell Anschluss zu finden.
Genau so war es dann auch und es wurden viele neue Bekanntschaften geknüpft.

Traumhafte Aussicht gibt es bei Bernhard und
Sigi Weissmann praktisch gratis dazu. Vor so einer Kulisse macht das Fliegen
Spaß.
Ich hatte mich diesmal rein auf Großseglermodelle
spezialisiert und mein Auto samt Dachbox ziemlich
vollgepackt. So waren die DG600 (1:3), der Duo Discus (1:4) und mein nagelneuer
Ventus 2cx (1:3) von LET
im Gepäck. Außerdem noch die Alpina 4001 und ein Easyglider der mit
Nachtbeleuchtung ausgestattet war.
Man will ja schließlich nach dem Abendessen auch noch eine Runde drehen. ;-)

Gleich ein ganzer Haufen Segler wartet schon am Morgen auf
Thermik.

Auch diese Modell warten darauf in die Luft zu kommen.
Hier ein schöner Schreiber-Duo.
Ich hatte mich ja letztes Jahr schon mit dem ortsansässigen Modellbauhersteller
Markus Egger angefreundet.
Da ich meinen 1:3er Discus durch einen missglückten Windenstart während des
Urlaubs vernichtet hatte und ihn dann
gleich in Feldkirchen bei Markus zur Reparatur gelassen hatte, freute ich mich
natürlich ganz besonders das
Modell nach einem Jahr wieder in Betrieb nehmen zu dürfen. Markus hatte sich bei
der Reparatur selbst übertroffen
und so konnte ich ein Flugzeug in Empfang nehmen, welches technisch wieder auf
dem Stand wie vor dem
Unfall war, optisch aber um einiges besser aussah als vor Einlieferung in seine
"Modellbauklinik".

Swift vor der Pension Karawankenblick.

Die Winde wartet auf mutige Piloten.
Es wird fleißig geflogen die Woche.

Wunderschöner Swift im Start an der Winde.
Bernhards Swisstrainer Schlepper hatte also die Woche über gut zu tun und
schleppte routiniert wie immer, meine
Segler in den Himmel über Manessen. Traumhafte lange Thermikflüge waren auch
diesmal wieder an der Tagesordnung -
auch dem guten Wetter geschuldet, welches die gesamte Woche über anhielt.
Und so konnte ich zum ersten Mal auch wirklich Vertrauen zu meinem Ventus fassen
und habe nun wirklich das
Gefühl, das Modell in allen fliegerischen Nuancen zu kennen. Nachdem mir in
Pocking am Segelfliegertreffen in
diesem Frühjahr das Modell beinahe durch einen defekten Jeti-Empfänger
abgestürzt war, konnte ich nun dank
neuem Empfänger samt Satelliten nun endlich neues Vertrauen fassen und das
Modell lange und intensiv fliegen und testen.

Auch ein Produkt von Egger Modellbau: Diese wunderschöne ASW15 im
Maßstab 1:3 mit Aufstecktriebwerk von Woqma (Rödel)

Dieser Pilot beeindruckte die Anwesenden mit oft stundenlangen
Thermikflügen mit seinem Voll-GFK Duo von EMS Modelltechnik.

Der neue LET Ventus wurde in diesem Urlaub außergewöhnlich oft
geflogen. Wenn man schon so einen guten Schlepper hat, muss das auch sein.

Meine eigenen Flieger: Ventus 2cx und DG 600.
Wenn ich Duo, Discus und Ventus im direkten Vergleich nehme dann geht die
Beschreibung
in etwa so: Der Duo steigt verdammt gut in der Thermik, ist aber auf Strecke im
Nachteil. Der Discus mit den
Müller-Flächen ist ein wahrer Streckenweltmeister, aber er steigt im Bart nicht
ganz so gut. Der LET Ventus
vereinigt beide Disziplinen perfekt in einem Flugzeug. Mit seinen Wölbklappen
auf ca. 3-4mm steigt er fantastisch
im Bart und kreist sich dank der Doppeltrapezform fast eigentstabil. Verwölbt
man aber nun negativ so gleitet er
fast ohne Höhenverlust so schnell dahin wie ein Pfeil. Dank der eingebauten
Telemetrie mit Pitotrohr war ich nun
auch in der Lage die unterschiedlichen Geschwindigkeiten exakt zu erfliegen.

Der schönste Flieger am Platz: Die Ka6 von Hans aus der Schweiz.

Das Modell im Maßstab 1:3 ist eine Augenweide und fliegt sich
auch so.

Da ist es eine Ehre, wenn der Oldie sich neben meinem Ventus
platziert.
Bernhard eilt im Quad zum Startplatz.
Zufriedene Gesichter nach einem Thermikflug.

Günther fliegt seinen....
.... perfekt gebauten Duo Discus von Schreiber Modelltechnik.
Egger Modellbau hat mich in meiner Woche Vor-Ort nicht nur überzeugt, was meinen
eigenen Discus anging.
Im Zuge meiner Recherchearbeit für einen Artikel in der Modellaviator, durfte
ich ihm auch bei der Produktion
seiner nagelneuen DG1000 in Voll-GFK Bauweise über die Schulter schauen
und das Modell dann auch in
Aktion bewundern. Einfach faszinierend wie schnell und perfekt sich Markus in
die auch für ihn neue Materie des
Voll-GFK Baus eingearbeitet hat und welche schönen Großmodelle nun aus seiner
Manufaktur kommen.
Es ergab sich, dass in meiner Woche in Manessen, auch der bekannte Showpilot
Heli Naegele samt einigen
Freunden und Bekannten Vor-Ort war. Und er hatte auch seine DG 1000 von Egger
Modellbau mit dabei.
Die Fotos geben leider nur einen Bruchteil des Gänsehautfeelings wieder, welches
entsteht, wenn ein Profi,
wie Heli das Modell am Knüppel hat und alles aus dem Material herauskitzelt.

Aus diesen kleinen Räumen kommen feine Flieger.
Markus (rechts) bei der Arbeit.

Ganz schön unscheinbar von außen. Die Werkstätten von Egger
Modellbau in Feldkirchen am Ossiacher See.

Bei Modellbau Egger entstehen in Manufakturproduktion feine
Großseglermodelle nun auch in Voll-GFK/CFK Technologie.
Hier warten neue Rümpfe auf die Fertigstellung.

Markus präsentiert seinen neuen Flügel für die DG 1000.
Allein der Holm verspricht schon höchste Festigkeit.
Zusammenfassend kann ich sagen, es war wieder einmal wunderschön in Kärnten bei
Bernhard und Sigi.
Ich werde auf alle Fälle wiederkommen und bringe dann hoffentlich auch wieder in
paar Segelflugverrückte
aus dem Bayerwald mit.

Die DG 1000 von Egger Modellbau in Action. Pilot Heli Naegele
schont das Material nicht.

Heli Naegele packt seine DG 1000 nach einem beeindruckenden
Showflug zusammen.

Wenn es nur am letzten Tag regnet kann man sagen: Das Wetter hat
diesmal mitgespielt. Dann fällt auch der Abschied nicht so schwer.

Und weil es schon fast Tradition ist: Auch heuer gibt es wieder
das Bild des Urlaubs ganz am Schluss des Berichts. Die Egger DG 1000 im
schnellen Überflug.
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