+++ Unser Segelfliegerurlaub auf der Pension Karawankenblick 2010 +++


Jetzt neu: Unser Video ist endlich fertig. Einen kleinen aber feinen Ausschnitt, könnt ihr
euch hier ansehen:


2010 sollte unser gemeinsamer Modellfliegerurlaub mal etwas anders aussehen, als all die Jahre zuvor in Gnas.
Und so entschieden wir uns auf Anregung von Fliegerfreund Adi zu einem Hangflugurlaub in den Alpen.
Nur wohin soll man fahren, wenn man auch seine größeren Segelflugmodelle zum Einsatz bringen möchte?
Wo gibt es ein entsprechend großzügiges Areal, eine ausreichend dimensionierte ebene Start- und
Landebahn, Möglichkeiten Scalesegler sicher zu starten und vor allem auch ausreichende und sichere
Thermikverhältnisse? Ich bin zwar schon viel herumgekommen in den Alpen und habe einige einschlägige
Pensionen und Hotels besucht, aber alle diese Anforderungen perfekt zu vereinen ist bislang nur
einem Anbieter gelungen: Der Familie Weissmann mit ihrer Pension Karawankenblick.


Anreise: Stefan und ich kommen mit voll gepacktem Auto an und werden gleich vom Chef persönlich (rechts im Bild) begrüßt.


Ein weitläufiges Gelände erwartet uns.


Der Blick von der Pension herab zum 500m tiefer gelegenen Ossiacher See ist atemberaubend schön.


Und auch die nahegelegenen Karawanken in Slowenien laden zum schauen und genießen ein.


Das Hauptgebäude der Pension von der unteren Landebahn aus betrachtet. Im untern Teil des Gebäudes sind Werkstätten für die Modellflieger untergebracht.


Ganz neu ist das zweite Gästehaus, welches Bernhard erst vor einem Jahr gebaut hat. In den Garagen direkt unterhalb sind ebenfalls Abstellmöglichkeiten.

Hier schlägt einem das Herz höher, wenn man die Möglichkeiten sieht, die geboten werden.
Nicht nur, dass es zwei große, kurz gemähte Hänge in direkter Umgebung zur Pension gibt, wo nach
Herzenslust mit Elektroseglern und kleineren bis mittleren Zweckmodellen gestartet und sicher gelandet werden
kann, nein es gibt daneben noch eine richtige ebene  Graspiste. Diese ist sowohl für den Start von
Motorflugzeugen geeignet (nur Elektro erlaubt!), als auch für die ganz dicken Seglerpötte.


Das komplette Gelände aus der Luft betrachtet:
1. = Pension, Gasträume und Nebengebäude
2. = Start- und Landehang direkt an der Pension. Gut geeignet für kleinere bis mittlere Modellgrößen
3. = ebene Graßbahn mit F-Schleppmöglichkeit und Winde zum Start der größeren Segler.
4. = zweiter Hang für Piloten, die etwas Abstand zu den anderen Modellen in der Luft bevorzugen.
5. = das etwas abgelegene Bauernhaus, wo unsere Gruppe untergebracht war.




Hier war unsere Gruppe die Woche untergebracht. Dank eigenem Hausschlüssel waren wir relativ unabhängig und ungestört.


Und so sehen die Zimmer im Bauernhaus von innen aus. Alles wurde erst vor kurzem renoviert und macht einen ordentlichen Eindruck.


Berhards "Heustadl-Hangar". Hier ist nicht nur Platz für seine eigenen dicken Brummer, sondern auch noch für einige unserer Modelle.


Einer der beiden großen Werksatt- und Abstellräume.                                                            Hier bastelt bereits Ernst an seinem Equipment herum.


Pensions- und Nebengebäude aus der Luft betrachtet. Man sieht recht schön auch unsere Modelle bereit für den nächsten Flug.

Das beste dabei ist aber, dass Bernhard, der Wirt der Pension Karawankenblick, hier mit seinen beiden
bärenstark motorisierten Swiss-Trainern von Bruckmann auch täglich kostenfreie F-Schlepps für seine
Hausgäste anbietet. Außerdem steht mutigen Piloten noch eine starke Winde von Flühs zur Verfügung
um auch die größten Segler auf eine Ausgangshöhe für die stressfreie Thermiksuche zu bringen.
Das das auch mit Modellen größer als 8m noch hervorragend klappt bewies uns Bernhard des öfteren mit seiner
8,80m DG 1000, seinem 8m Duo Discus und einer ASW mit 10m Spannweite. In Windenstarts unerfahrenen
Piloten wird hier gerne Hilfestellung angeboten damit auch nichts schief geht.


Sigi klärt ab, ob Benni die Woche noch mit der manntragenden ASH26E vorbeischaut um eine Nacht zu bleiben. Leider verhinderte das Wetter diesen Plan.


Ein Blick auf die Winde montiert auf einem alten Rasentraktor. Damit zieht Bernhard auch größere Modelle sicher nach oben.


Fliegen bis der Arzt kommt. Vor allem mittlere Elektrosegler wurden bei den anderen Gästen während unseres Aufenthaltes angetroffen.


Sigi lädt schon mal die große Musger.


Günther rüstet seinen neuen Elektrosegler auf.

Ist man erst mal in der Luft, so empfängt einen meist großflächiger thermischer Aufwind. Doch will hier schon
gekurbelt werden. Denn ein reines Hangfluggebiet mit klassischem Hangaufwind ist der Karawankenblick nicht.
Meist kann schon am Vormittag links der Pension geflogen werden. Ab Mittag setzt dann in der Regel
starke Sonneneinstrahlung am Hang ein und dem hemmungslosen und stundenlangen fliegen sind keine
Grenzen mehr gesetzt. Sollte es mal an dem ein oder anderen Tag nicht so toll tragen, so gibt Bernhard seinen
Gästen auch Tips wo man am ehesten mit einem Bart zu rechnen hat.
Man merkt sofort: Bernhard ist ein Profi, kennt sein Gelände sehr genau und liebt den Modellflug mindestens
ebenso sehr, wie die anwesenden Piloten. So hat sich seine Pension inzwischen zu einem Mekka für alle
Freaks der Großfliegerei entwickelt und man sollte sich nicht wundern, wenn man auch mal einem der
bekannteren Großseglerpiloten oben über dem Ossiacher See während dessen Urlaub begegnet.


Auch damit sollte man rechnen, wenn man in den Bergen fliegt. Hier zieht eine saftige Gewitterzelle über Gerlitzen und Ossiacher See.....


.... welche kurz darauf mit kräftigem Hagel die Anlage kurzzeitig  in einer Winterlandschaft verwandelte.


Während solcher Momente kann man aber in der Werkstatt seine Modelle wieder richten. Hier ist Sigi am Start......


.... der seinen ramponierten Easyglider wieder in Form bringt. ;-)


Doch kurz darauf herrscht schon wieder Sonnenschein und Thermik und es kann wieder geflogen werden. Hier werfe ich Günthers neuen Elektrosegler.


Für die Modelle ihrer Gäste bietet die Pension zwei große Werkstatträume mit Lademöglichkeiten und noch
einen größeren Heustadl an, wo auch richtig dicke Scale-Brocken abends ausreichend Platz finden. 
Die Pension selbst samt nagelneuem Nebengebäude ist modern gemütlich eingerichtet. Alles wurde erst
vor kurzem generalsaniert und auf einen optisch sehr schönen Stand gebracht. Man merkt in Gesprächen
mit Bernhard sofort, dass er auf das geleistet auch sehr stolz ist. Zu Recht, wie ich meine.
Unsere Gruppe war komplett in einem älteren Bauernhaus ca. 100m von der eigentlichen Pension entfernt
untergebracht, dessen Schlafräume und Naßbereiche ebenfalls erst vor kurzem renoviert wurden.
Die bequemen frischen Betten in Verbindung mit der guten Bergluft sorgen für einwandfreien Schlaf. Was
natürlich in unserem Fall auch damit zusammenhängen könnte, dass wir uns tagsüber flugtechnisch auch
keineswegs geschont haben. Auf gut Deutsch: Es wurde geflogen bis der Arzt kommt! :-)
Was man dann noch braucht? Ja klar: Eine ordentliche Verpflegung. Hier ist die Wirtin die optimale
Ansprechpartnerin. Wir hatten Halbpension gebucht und konnten uns neben einem Frühstück Abends auch
noch jeweils auf ein kleines 3-Gänge Menü freuen. Wenn Mittags der kleine Hunger drückt, so empfiehlt sich
ein Jausenteller oder der jeden Tag frisch zubereitete Kuchen mit einer Tasse Kaffee. Alles zu durchaus
fairen Preisen.


Bernhard in Action. Mit seinen zwei redundanten Sendern lässt er uns  "Normalos" alt aussehen. ;-)


Während Stefan noch aufrüstet....                                                                                                 .... wird andernorts schon wieder fleißig geflogen.


Thermikkampf Elektro-Junior vs. Easyglider. Gerade Vormittags machen solche kleinen Wettbewerbe in der noch schwachen Thermik einen enormen Spaß.


"Am Wochenende setze ich mir einen dämlichen Hut auf und behaupte ich bin Segelflieger."


Wie vier Angler stehen wir hier und zentrieren konzentriert die Bärte.


Berücksichtigt man die kleine "Allergie" Bernhards vor selbst mitgebrachten Speisen und Getränken, so
hat man mit seinen Gastgebern auch bestimmt keinerlei Probleme. Wir wurden jedenfalls in unserer Woche
Vor-Ort sehr herzlich aufgenommen und betreut und kommen bestimmt wieder mal vorbei.
Denn die Pension Karawankenblick stellte sich als idealer Urlaubsort heraus für Großseglerverrückte, wie
wir es sind.


Adi und Ernst sind immer  voll bei der Sache. :-)


Adis wunderschöne Scale-Musger MG19 wird von ihm startklar gemacht......


....während ich die Ehre besitze Günthers Elektrosegler nach dem erfolgreichen Erstflug wieder zum Start zu tragen.


So relaxed kann Segelfliegen sein. Wenn man das korrekte Sitzmöbel dabei hat!


Sigi und Günther beim Fachsimpeln.


Einer der beiden 150ccm Swisstrainer vom Hausherren Bernhard.


Bei ihm sitzt wirklich jeder Schlepp zu 100%.


Gleich kann es losgehen.


Swisstrainer und MG 19 im Schlepp.


Ich bereite die neue DG600 mit knapp 6m Spannweite für den ersten Flug vor.


Und schon geht es los.


Wie immer: einer arbeitet, zwei schauen zu. ;-)


Die Musger bei der Landung.


Und auch ich komme nach oft stundenlangen Thermikflügen wieder über dem Platz an.


Eine Landung die sitzt - es gab aber auch andere.... :-(


Hier zieht Bernhard Sigis 6m Musger hoch - überhaupt kein Thema für den stark motorisierten Swisstrainer.


Landung.


Morgens beim Frühstück freuen wir uns auf einen neuen Tag.


Bernhards riesige DG 1000 von Paritech......


.....hier aufgenommen beim Windenstart.....


.... und beim Thermikkreisen.


Doch Bernhard besitzt noch mehrere solcher Riesenvögel. Hier ein Duo Discus mit 8m Spannweite.


Daneben erscheint der Piloteur schon fast ein wenig winzig.


Ohne Worte!


Hier endlich mal unsere gesamte Truppe auf einem Bild. (v.l. Sigi, Günther, ich, Ernst, Adi und Stefan)


Doch leider muss irgendwann Schluss sein.....


Und so stopfen wir die Autos wieder voll und fahren nach Hause.



Schönstes Bild des Urlaubs - die DG 600 in der Abendsonne Kärntens.


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