+++ Danis "Joy-of-Flight"-Day - oder: Wie bringe ich meinen Bruder dazu fliegen geil zu finden? +++

Wie schafft man es unser wunderschönes Hobby seinem Bruder schmackhaft zu machen, der eigentlich nur auf
(langweilige) 2D-Fortbewegung steht, wie z.B. Mountainbiken oder Cabrio fahren? ;-)

Eine schwere Aufgabe hatte ich mir da gestellt, aber ich liebe ja schließlich die Herausforderung. Und so bekam
er an seinem Geburtstag von mir sein persönliches Ticket für den "Joy-of-Flight"-Day 2011 geschenkt.
Enthalten waren: Ein längerer Hin- und Rückflug mit unserer vereinseigenen Remo bei der er unter der Anleitung
und strengen Aufsicht eines Fluglehrers auch mal selber am Knüppel rühren durfte. Ein Fallschirmsprung im
Tandem mit einem Skydive-Master aus 3600m Höhe und zu guter letzt natürlich auch noch ein kurzer Segelflug.


Es geht los. Dankenswerterweise hat Uwe sich bereit erklärt uns beide nach Speichersdorf zu fliegen und dabei Dani in die ersten Geheimnisse der Fliegerei einzuweihen.


Noch schaut er ja ziemlich skeptisch - aber sowohl sein, als auch das "Gschau" der Dame im Hintergrund täuschen. Die Laune war wirklich gut. ;-)


Die Remo startklar auf Startbahn 28. Haube zu und los.

Am 21.8.2011 war es dann soweit. Wir machten uns schon früh auf nach Cham und wurden dort gleich von meinem
Fluglehrer Uwe empfangen. Ich war heute nur Zahlemann und Fluggast und hatte somit auf der Rückbank Platz zu
nehmen, während die beiden Piloteure sich vorne darum kümmerten, dass wir drei auch heil ankommen.


Und hier fliegt er schon selbst und achtet konzentriert darauf Kurs, Höhe und Geschwindigkeit zu halten.


Ankunft in Speichersdorf.

Unser Flug führte uns nach Speichersdorf in der Nähe von Bayreuth. Die rührigen und äußerst umtriebigen Fallschirm-
springer
dort, kannte ich schon von mehreren Fliegerfesten in Cham. Nach unserer Ankunft wurde es für Dani dann
schnell Ernst und er wurde vom Skydive-Master Georg (Schorsch), der mit über 2700 Sprüngen über wirklich reichlich
Erfahrung verfügen sollte, gleich mal in einen Anzug gesteckt und von den Kollegen ordentlich gebrieft.


Die dort ansässige Springergruppe ist schon fleissig dabei die Schirme zu packen....                                        .... was gelegentlich zu etwas lustig anzusehenden Verrenkungen führt.


Hier wird die Gruppe gebrieft. Was ist zu tun bei so einem Sprung.


Die ersten Solospringer sind schon unterwegs.


Noch kurz eine Stärkung bevor es losgeht.


Trotz der Hitze: Der Schutzanzug muss sein....                                                                                                                  .... genau wie das Gurtzeug.


Der Hut macht das fallende menschliche Kondom perfekt.


Auf seinem letzten Weg ist jeder allein....   :-)                                         Hier wird schon mal sitzen geübt in der engen Cessna.


... und hier der Absprung simuliert.                                                           Nachdem sage und schreibe 7 Personen mit Ausrüstung in der kleinen Maschine verstaut sind, geht es los.

Dann ging es ab auf Absprunghöhe. Uwe und mir blieb nur das Zuschauen vom Boden aus mit dem Teleobjektiv
der Kamera. Nach einer eher harten Landung waren die beiden dann nach ca. 20 min Flugzeit und 4 min Sprungzeit
wieder heil am Boden. Adrenalin pur! Und eine Akkreditierungsurkunde gab's natürlich auch noch oben drauf.


Die Cessna rollt zum Start.


Während die Springer auf Ihrem Weg nach oben sind, stöbern Uwe und ich ein wenig in den Hangars und entdecken manch spannendes Flugzeug - hier eine Su-29....


... oder eine Mooney.


Auch draußen tut sich was. Hier ist gerade eine Piper Seneca gelandet.


... nach 20 min Flugzeit springen die 6 Springer aus der Maschine und schon kurz danach schweben Dani und sein Skydive-Master Schorsch der Erde entgegen....


... und setzen einen Wimpernschlag darauf etwas härter als normal auf. ;-) Laut Schorsch lags am fehlenden Gegenwind - es herrschte nämlich Windstille.


Padautz ...                                                                                                                                                                                    Ohne Worte!


Aber den beiden geht's gut und so wird mein Bruder auch gleich beglückwünscht.

Nach unserem Rückflug, bei dem Dani dann schon die Platzrunde fast alleine fliegen durfte, und einem Snack war dann
auch noch ein leider viel zu kurzer Segelflugstart für ihn drin. Mit Fluglehrer Moser gings mit der Winde auf knapp
400m. Aufgrund des ruhigen und heißen Wetters war auch nur ein ruhiges Abgleiten der Höhe drin. Und so landeten
die beiden schon nach ca. 5 min wieder am Platz.



Nach der Rückkehr und Landung in Cham....


... heißt es für Dani schon wieder Fallschirm anlegen.                         Es geht um einen weiteren Start im Segelflieger an diesem Tag.


Startklar.....


.... und schon katapultiert die Winde die beiden auf Ausgangshöhe.


Und auch die Landung klappt.

Auch wenn es mir mit diesem besonderen Geburtstagsgeschenk nun nicht gelungen sein sollte, meinen Bruder von
der Fliegerei restlos zu begeistern, so hoffe ich doch, dass ihm der Tag zumindest ebenso viel Spaß gemacht hat,
wie mir. Und ich bin mir sicher - zumindest dieses Ziel wurde erreicht.



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