+++ 21. September 2008 - ...oder der Versuch das Schönjoch in Fiss zu befliegen +++ 

Nachdem wir tags zuvor auf der Seiser Alm in Südtirol einen unvergesslichen Flugtag erlebt hatten, war es unser ursprünglicher Plan in Richtung Gardasee weiterzufahren.
Dort wollte ich meinen italienischen Lieblingsberg, den Monte Baldo wieder mal besuchen um hier einen Tag dem Segelflug zu fröhnen. Doch man sollte sich nicht wundern, wenn
Ende September das Wetter in Norditalien auch nicht mehr so ganz verlässlich ist, wie man es den Sommer über gewohnt ist. Und so hatten wir tatsächlich Pech. Je näher wir dem Lago
kamen, desto dunkler und tiefer hingen die Wolken in den Bergen. Bei der Autobahnabfahrt in Richtung Arco war dann klar: Wir müssen umkehren und uns weiter nörlich in den
Zentralalpen ein Ziel suchen. Denn laut Wetterkarte auf meinem iPhone war dort noch mit stabilerem Wetter zu rechnen.
Nach kurzem Abwägen und dem Nachrechnen der Mehrkilometer entschlossen wir uns nach Fiss in Tirol zu fahren. Das Schigebiet rund um Fiss, Serfaus und Ladis ist unter den
Paraglidern und Modellsegelfliegern sehr bekannt und beliebt. Auf 2500m ü. NN ist hammerharte Thermik an sonnigen Tagen garantiert und auch bei schlechterem Wetter ist
das Gebiet um das Schönjoch mittels Hangaufwind gut zu befliegen. So wundert es nicht, dass hier alljährlich auch der Fisser Flying Circus stattfindet.

Just bei unserer Ankunft schoben sich jedoch einige fiese Wolken direkt auf den Gipfel. Aber ich dachte mir, wenn ich schon nicht fliegen kann, dann möchte ich mir
wenigstens den Startplatz mal ansehen. Also für 29.- EUR 2 Karten für die Berg- und Talfahrt für 2 Personen geshoppt und nix wie rauf.
Oben angekommen stießen wir auf eine Wand - auf eine Nebelwand. Sicht: max 20 m. An ein fliegen war nicht zu denken und selbst der Weg zum Modellflug-Startplatz geriet
zum Abenteuer. Und so blieb uns nur ein paar lustige Fotos zu schießen und uns wieder auf den weiteren Heimweg zu machen.
Doch im nächsten Sommer probiere ich bestimmt einen weiteren Anlauf.

 
Abfahrt ab der Talstation in den Nebel.                                                                                                                        Die Sichtweite sinkt besorgniserregend schnell. Blick aus der Godel.

 
Ankunft an der Bergstation.                                                                                                                                            15min zum Modellflugplatz. Wir machen uns auf die Suche.

 
Das Urteil steht: Mit Segelfliegen ist hier heute nicht viel los.                                                                                 ...dafür machen wir unsere erste Schneeballschlacht des Winters 08/09.

   
Fieserweise änderte sich das Wetter während der Talfahrt innerhalb von Minuten....                                   ...und gab  doch noch den Gipfel frei. Für uns leider zu spät. Aber wir kommen wieder!!! :-)