+++ Sommer 2010 - Bau eines chinesischen Mini-Salto H101 für Hangflug +++ 
 

89.- EUR incl. Mwst. für einen kompletten kleinen Salto? Da konnte ich nicht wiederstehen und habe
mir einen bei Modellbau Lindinger bestellt. Drei Tage später war der Baukasten dann auch da.
So einen kleinen leichten Semiscaler für den Hang wenns mal ordentlich bläst habe ich mir schon
lange gewünscht - gerade im Hinblick auf den Urlaub am Karawankenblick heuer im August.
 

Bei dem angebotenen Baukasten handelt es sich um ein 2.Wahl Angebot. Mal sehen, wie sich das auswirkt.
Ich möchte hier, auch aufgrund der momentanen Diskussion in RCN einen kurzen Bau-, oder besser
Montagebericht, mit Fotos für euch reinstellen. Da ich für das Modell unter 100.- EUR veranschlagt habe
(ok, ist nicht ganz einzuhalten), kommen auch die Servos natürlich direkt aus dem Land der Mitte.
Das sollte hierfür ausreichen. Ein zwei Wochen werden aber noch ins Land gehen, bis die hier sind.
Ansonsten werden nur vorhandene Komponenten verbaut, was da wären 35 MHz Empfänger von Graupner,
4zelliger NiMH Akku und etwas Blei und Verlängerungslitze.
Das muss reichen für so ein "China-Experiment". ;-)

Hier nun einige Fotos von verschiedenen Baustadien (wird ergänzt, wie ich fortschreite):


So sieht aus, was da vom Lindinger kommt.                                                                                                       Und so ist der Kleine verpackt.


Ein kleiner weicher Rumpf, voll hochglanz lackiert (ohne Naht), zwei dünne Flächen (NH808 Profil) in Rippenbauweise vollbeplankt ein fertiges V-Leitwerk aus Holz,
Sitzschale aus schwarzem ABS und eine tiefgezogene Kabinenhaube bei der der Rand schon fertig lackiert ist. Auch Anlenkungs-Zubehör und Aufkleber sind dabei.




2. Wahl sieht man unter anderem an der Kabinenhaube. Diese hat Schlieren und ist schlecht lackiert.


Dagegen macht das V-Leitwerk einen guten Eindruck. Es ist auch in Holzbauweise aufgebaut und fertig bespannt.


Auch die Flächen sind Sahne. Wenn nur das dünnen Papierröhrchen nicht wäre.         Beim Rumpf sind Rad und Servospannten schon fertig eingebaut.


Und so sieht der Vogel mal vorläufig zusammengesteckt aus. Vorsicht mit dem GFK Verbinder-Stab beim Einführen in die Flächen! Das dünnen Papierröhrchen, welches
in die Rippen eingeharzt ist, ist sehr dünn! Also vorher den Verbinder etwas konisch zuschleifen und unter Drehung vorsichtig einschieben. Sonst schoppt sich das
Röhrchen und man kann sich was Neues überlegen. Mal sehen, ob sich das in der Praxis so bewährt, oder ob ich es durch eine andere Art der Steckung ersetze.


Die Passung Rumpf-Flächen ist ganz OK, wie man hier sieht.


Und so steht er nun erst mal auf meiner Werkbank und wartet darauf, dass ich etwas Zeit zum Bauen finde.


Was mir bislang gefiel:
- Sehr leichte Bauweise
- schöne Optik des gesamten Fliegers
- super gemachte Flächen
- vollständiges Zubehör incl. Rad schon eingebaut.

Was mir bislang nicht gefiel:
- Schlecht gemachte und lackierte Kabinenhaube
- Rumpf wellig mit einem kleinen Lackriss und einer Delamination an der Rumpfspitze
- Rumpf sehr weich - also Vorsicht - nicht zu hart anfassen.
- anfällige Steckung durch dünnes Papierrohr
 


Zuerst wurden die Servos in die Flächen eingebaut und eine elektrische Verbindung hergestellt.


Die chinesische Idee das VLW mit einer Holzschraube im dünnen Sperrholz zu fixieren gefiel mir nicht. Also wurden zwei Einschlagmuttern und zwei Nylonschrauben inst.


Die Anlenkung bereitete mir erst etwas Kopfschmerz. Denn die Bowdenzüge bogen sich bei Belastung im Rumpf durch. Also wurden sie im hinteren Bereich in
zwei Aluröhrchen geführt. Der abgewinkelte Anlenkungsdraht dagegen stellt keine Probleme dar. Das Material ist sehr steif. Somit stellen die Ruder exakt neutral.



Vorne im Rumpf wurde ein kleines Brettchen eingeklebt auf dem der Akku ruht. Später wurde die vordere Rumpfpartie noch mit einer Kohlematte versteift.


Blick auf die Schleppkupplungsanlenkung und die beiden VLW-Servos.


Etwas verschönert wurde das Cockpit dann doch noch. Ganz nackt sieht einfach nicht gut aus.


Hier wird gerade die Haube mit der Cockpitwanne verklebt.


Die Fixierung der Flächen am Rumpf mit den beiliegenden Federn ist nur teilweise zu empfehlen, da die Federn sehr weich sind.  In der Praxis hat es sich bewährt die
Flächen zusätzlich noch mit Tape festzukleben. So wird vermieden, dass sie sich bei harten Beschleunigungen vom Rumpf lösen können und dadurch evtl. ein etwas
"schräger" Einstellwinkel passiert.



Nach relativ kurzer Bauzeit steht der China Salto nun fertig vor mir.


Hier gehts zum Bericht über das fertige Modell und den Erstflug.


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