+++ Winterprojekt 08 - Bau einer Krick Minimoa komplett aus Holz +++ 
 

Im folgenden möchte ich euch ein paar Fotos samt kurzen Erklärungen zum Baufortschritt an meiner Minimoa geben.

 
...und los gehts!                                                                                                                                                           Man beginnt mit dem Spannt, der die Steckung aufnimmt.

 
Die ersten Spannten werden aus den gestanzten Brettern per Messer geschnitten u. positioniert.   Um einen rechtwinkligen verzugsfreien Aufbau zu bekommen habe ich eine Art Helling gebaut.

 
Die beiden Rumpfhälften entstehen. Geklebt wird hauptsächlich mit Holzleim.                                        Hier ein Blick auf das Heck und die spätere Aufnahme des Höhenleitwerks.

 
Die erste Rippe der Tragflächen wird aufgeharzt. Kitten Mocha beobachtet, ob alles passt!               Probeweise wird immer wieder alles zusammengesteckt. Man erkennt schon die Steckung.

   
Hier eine Detailaufnahme der Spannten bei der Steckung. Die Bowdenzüge sind auch drin.             Mit kräftigen Klammern werden die Sperrholzbeplankungen auf die Aufnahme geharzt.

 
Ein Formklotz vorne und danach alles sauber verschleifen.                                                                          Hier eine erste Anprobe der geplanten Schleppkupplung (leicht schräg nach oben)

 
Diese Sperrholzteile wurden vorher in heißem Wasser rund gebogen und dann hier getrocknet.   Danach mittels der Formstücke verklebt.

 
Hier wird mit der Beplankung begonnen. Eine sehr nervenaufreibende Arbeit.                                      Die Stäbchen müssen alle angeschrägt werden, damit keine Ritzen entstehen.


Hier muss exakt gearbeitet werden. U.a. um die Flächenaufnahme ist penibel auf Spaltfreiheit zu achten. Austretenden Leim sofort abwischen sonst gibt es später Probleme beim Finish.

 
Gearbeitet wird unter strenger Aufsicht!                                                                                                               Weiches Balsa wurde bei den Rundungen ausgewählt, hartes bei den geraden Linien.

 
Akkupunkturbehandlung beim Segler: 3 Schachteln Stecknadeln hatte ich im Einsatz.                          Doch es nimmt langsam Formen an. Hier schon die 2. Hälfte.

  
Die Führung für den Schleppkupplungsdraht wird eingepasst.                                                                   Und dann heißt es erst mal schleifen. Hier zeigt sich ob sauber gearbeitet wurde.

  
Vorbereitung zum verharzen der beiden Hälfen. Wichtig: Steckung abkleben mit Kreppband.          Verklebt wurde mit 24 Stunden Epoxid-Harz vermischt mit Baumwollflocken.

  
Mein Tip: Ruhig und konzentriert angehen! Die Zwingen wurden nur leicht angezogen und gepolstert. Alle Oberflächenstellen am Rumpf die Harz abbekommen könnten vorab abkleben!

  
Die Rippe zur Aufnahme des Höhenleitwerks wurde eingeharzt.                                                               Hier wird das hintere Formstück eingeleimt.

 
Beginn mit dem Aufbaus des Höhenruders.                                                                                                       Die Beplankung kommt drauf.

  
Bau der Dämpfungsfläche....                                                                                                                                  und des Ruders.

  
Stilleben mit Tee, Weihnachtsplätzchen und Seitenleitwerk                                                                          Hier wird schon mal probiert ob es passt.

  
Zum Ausschneiden der Abachi-Formstücke wurde eine Schablone benutzt.                                          Die Führungsstücke werden nach dem Anpassen eingeklebt.


Die EWD wird angepasst...                                                                                                                                     ... und die Dämpfungsfläche aufgeschraubt.

  
Das Seitenleitwerk wird angepasst. Dazu sind Ausnehmungen am HLW notwendig.                           Die Austritte der Anlenkungen habe ich mittels kleiner Balsaklötze verkleidet.

  
Diese weiche Balsa-Verbindung brach sofort ab und wurde also mit einer Kiefernleiste verstärkt.   Die Schleppkupplung wird in der Nase eingegossen. Klebeband verhindert das Verkleben.

  
Aufbau der Kabine.                                                                                                                                                  Die Halterung der Kabinenhaube wird eingeharzt.

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Spantenaufbau.                                                                                                                                                         Dann wird beplankt.


Fertig verschliffen.                                                                                                                                                      Die Kabinenhaube wird angepasst, fixiert und der Ausschnitt angezeichnet.


Letzte Anpassung kurz vor dem Einkleben. Der Ausschnitt am Boden der Kabine ist hier noch nicht herausgetrennt.

  
Nun soll die Haube verklebt werden. Innen wurde bereits grau lackiert.                                                  Geklebt wurde mit Uhu Hartkunststoff. Gesichert mit Kreppband.

  
Der Radkasten wird vollendet und danach das Rad eingepasst.                                                                Nachdem alles noch mal fein geschliffen wurde, kann gebeizt werden.


Mehrmalige Behandlung mit Glattfix und Schleifen mit 240er Papier.

 
Ergebnis von stundenlanger Schleiferei, Beizerei und Streicherei. Ein seidenmatter Rumpf so zart wie ein Baby-Hinterteil.

  
Nun wenden wir uns dem Finish zu: Bestimmte Bereiche sollen hellblau lackiert werden...                auch um einige helle Stellen (Sekundenkleber/Harz an den Nahtstellen im Holz) zu überdecken.

  
Das Rad wurde hier abgeklebt, da es vorher schon fest eingebaut war.                                                  Nach langer Überlegung habe ich mich für dieses Schnauzen-Design entschieden.

 
Ein Blick auf das Rumpfoberteil nach der Lackierung.                                                                                     Aus dünnen Lithoblechplatten sollen die Metallbügel der Kanzel entstehen.

  
Mittels Kreppband wurden die Formen von der Kanzel auf das Blech übertragen.                               Hier die fertigen Blechstreifen - mit einem Körner wurden die Nieten imitiert.

  
Dann blau lackiert und leicht angetrocknet schon wieder abgewischt. (Verwitterungseffekt)             Mit Uhu Hartkunststoff werden hier einige der Metallstreifen mit der Kanzel verklebt.

  
Die Klebestellen am "Glas" werden sauber abgeklebt und leicht angeschliffen.                                    Mit Kreppband werden die Metallstreifen fixiert bis der Kleber trocken ist.

  
Die Gummidämpfer für die Kufe werden mit Metallbügeln am Rumpfunterteil fixiert.                               Vorne sieht man das Loch für die feste Verschraubung - hinten die beiden Gummidämpfer.

  
Die zweiteilige Kufe (Blattfeder!) aus zähem Sperrholz mit den Lederverkleidungen entsteht.          Hier wird sie eingebaut und verklebt. (24 Std. Harz mit Baumwollflocken + Schrauben)

  
Für vorne wurde eine Aluverstärkung angefertigt.                                                                                           Fix und fertig lackiert und die flexible Lederabdeckung verklebt.

  
Ein Schleifsporn aus hartem Stahldraht wird am Heck installiert.                                                                 Es ist vollbracht: Bis auf Kleinigkeiten und den Klarlack ist der Rumpf nun fertig.

  
Mocha will den Fortgang der Arbeiten sabotieren und versteckt sich unter dem Plan...                         ... kann aber glücklicherweise mittels Plätzchen abgelenkt werden.

  
Also wird nun eine Helling für den Aufbau der Tragflächen gebaut.                                                          Diese ist für einen korrekten Aufbau der Flächen unabdingbar. Und nun kanns los gehen!

 
Hmm...es gibt lecker Rippchen. Erst mal wird alles ausgeschnitten, beschriftet und sortiert.                Auf der Helling wird dann (wie beim Rumpf) erst mal zusammengesteckt und dann verleimt.

  
Die Endleiste und der Sekundärgurt entsteht.                                                                                                  Der Hauptholm wird fertig verleimt und die erste Nasenleiste angeklebt.

  
Nun wird ab dem Knick mit dem zweiten Flügelteil begonnen.                                                                     Mit Pins werden die Leisten fixiert bis der Leim trocken ist.

  
Das war etwas  nervig: Die kleinen Verstärkungsrippen mussten alle selbst angefertigt werden.     Die Löcher für das Querruderservokabel. Das Servo wurde direkt in der Tragfläche installiert.

  
Für diese beiden "Sonderanfertigungen" ging ein Nachmittag drauf.                                                       Detailaufnahme der Störklappen: Aus Sperrholz und dünnen GFK Platten selbst angefertigt.

  
Die Klappen kommen wie beim Original oben und unten aus der Fläche heraus.                                 Blick von oben auf den Störklappenkasten und das Anlenkungsservo.

  
Klappen eingefahren                                                                                                                                               ... und ausgefahren.

  
Nun kann mit der Beplankung begonnen werden.                                                                                          Der Klappenkasten wird rundherum verkleidet. Das Servo verschwindet unter der Beplankung.

  
Detailaufnahme der Servoaufnahme aus Sperrholz für das Querruder.                                                  Und so sieht der Flügel in fast fertigen Zustand dann aus. (Nasenleiste fehlt  + Verschleifen)

 
Auch eine langwierige Sache: Das Anpassen....                                                                                             ... und exakte Ausrichten der Tragflächen. Hier sollte sehr sorgfältig gearbeitet werden.

  
Verlegung der Servokabel in der Tragfläche. Ansicht der verklebten Steckung.                                    Anspachteln der Anschlussrippe zum Rumpf. Verwendet wurde Holzspachtel "Buche".                                                                                  

   
Danach wird die Unterseite der  Tragflächen beplankt.                                                                                Nun beginnt eine nervige Arbeit: Das Einpassen der vielen kleinen Dreiecke für die Ecken.          

 
Nur ein kleiner Teil des anfallenden Holzabfalls. ;-)                                                                                      Doch das Ergebnis überzeugt! Auch die Nasenleiste ist schon dran und verschliffen.                                                              

   
Hier wurden die Querruder bereits herausgetrennt...                                                                                   ... und es wird die Abschlussleiste  aufgeleimt.

 
Fertig: Alle Verstärkungsecken drin und auch die Scharnierleisten dran und verschliffen.                 Und so sieht es dann nach dem beizen mit dem Farbton "Buche" aus.

 
Auch die Ruder werden gebeizt und mit Glattfix behandelt bis alles seidenmatt ist.                             Dann kann gebügelt werden. Und ich sehe langsam Licht am Ende des Tunnels.... ;-)                      

   
Die Querruder wurden komplett rundherum bebügelt.                                                                                  Verwendet wurde Oratex Antik die sich sehr gut verarbeiten lässt.

 
Mit einem Stahllineal und Skalpell wird der Überstand abgeschnitten.                                                    Hier bebügele ich gerade das Seitenleitwerk.

 
Und so sieht die Oberseite aus, wenn sie fertig ist. Nur die Lackierung fehlt jetzt noch.                      Nach getaner Arbeit darf genossen werden: Das Flugzeug wird schon mal zusammengebaut.

 
Der Anblick lässt auf ein schönes Flugmodell hoffen.                                                                                    Vor lauter Staub hat mein Werkstatt-PC den Geist aufgegeben und musste gereinigt werden.


Nun werden schon mal die Plottervorlagen designt. Auf einer Folie wurden Beschriftungen gleich  für mehrere neue Modelle platziert. Plots von www.kopier-werkstatt.de

 
RC-Einbau: In die Minimoa kommt die neueste Graupner IFS 3.0 Technik. (Stand Jan 08)                  Der elektronische Innenausbau. Über die hinteren Servos soll später noch eine Pilotenbüste.

  
 Die Störklappen wurden freigeschnitten und erstmalig getestet - sie funktionieren prächtig!            Die Querruder wurden mit Hinge-Glue und klassischen Kavan-Scharnieren angeschlagen.

 
Die Flächendetails werden hellblau lackiert.                                                                                                     Mit in Küchenrolle weich verpacktem Blei wird getestet, wieviel Gewicht in die Bleikammer muss.
 
  
Diese "Werkstatt-Katze" kann's nicht lassen....kaum ein Foto gelingt, ohne dass sie drauf ist. ;-)       Ein Holzcockpit-Panel entsteht. Die "historischen" Instrumente stammen von Lindinger.

 
Mit den kleinen schwarzen Schräuchen sieht es erst so richtig gut aus.                                                   Und hier im eingebauten Zustand. Der Steuerknüppel ist mit der Schleppkupplung gekoppelt.

 
Nach langer Überlegung habe ich mich für folgenden "Tarn"-Anstrich des Seitenleitwerks entschieden. Die hässlichen hellen Stellen mussten einfach unter dem Farblack verschwinden.

 
Die fertigen Aufkleber sind da!                                                                                                                             Die Höhenleitwerksverbindung wurde mittels Stahldraht nochmals verstärkt.

 
Die Kabinenhaube erhielt vorne noch je zwei Neodyms für einen sicheren Halt.                                 Erster Klarlackanstrich am Seitenleitwerk.

 
Dann kamen die Aufkleber drauf und es wurde nochmals lackiert.                                                           Der Rumpf glänzt noch vom frischen Lack - verwendet wurde sehr harter 2K Parkettlack.

 
Natürlich musste noch ein Pilot ins Cockpit. Es handelt sich um einen Axel Scale Pilot.                       Nachdem nun auch die EWD auf 3° eingestellt ist, ist das Projekt abgeschlossen.