+++ Highlight im April 2010 - Mein Besuch bei der Deutschen Flugsicherung in München +++

Als meine Mutter meinem Vater und mir anbot an einer Realschullehrer-Fortbildung teilzunehmen,
schauten wir erst mal etwas ratlos drein. Als sie uns aber kurz darauf erklärte worum es bei dieser
Veranstaltung ging, gab es kein Halten mehr: Die Deutsche Flugsicherung in München hatte einige
Lehrer des Landkreises eingeladen einen Nachmittag lang die Räume der DFS zu besichtigen und
den Fluglotsen dabei live über die Schulter zu schauen. Und nicht nur das: Ein wahrer Top-Referent,
der Pressesprecher der DFS in München samt zweier Kolleginnen würde sich den ganzen Nachmittag
Zeit nehmen uns "Lehrern" mittels eines Powerpoint-Vortrags in die Arbeit der Fluglotsen einzuweisen.
Sogar eine Simulatorübung sollte zur Verfügung stehen.


Das Gebäude der Deutschen Flugsicherung am Flughafen München.

Wir also eifrig unsere Pässe kopiert und an die Sicherheitsabteilung gefaxt. Und nachdem die dort
keine größeren Straftaten in unserer Akte gefunden hatte, durften wir anreisen. Leider musste ich meinen
Fotoapparat bereits am Empfang abgeben, da im Gebäude fotografieren strengstens untersagt war.


Auch der Tower mit Rollkontrolle und die Kontrolle des Flughafens unterliegt der DFS.

Zunächst wurden wir durch die Sicherheitsschleuse in das Allerheiligste eingelassen: Den zentralen Raum,
in dem alle Fluglotsen sitzen und arbeiten, die den kompletten südlichen Luftraum Deutschlands kontrollieren.
Rundherum sind die Radarbildschirme aufgebaut und in kleinen Teams arbeiten die meist sehr jungen
Controller konzentriert an ihren Monitoren. In der Mitte befindet sich der Bereich des Supervisors und der
Technikingenieure. Die Lotsen dürfen nur max. 2 Std. am Stück an einem Bildschirm arbeiten, danach gehen
sie in die Pflichtpause. Denn der Job ist sehr anstrengend und ermüdet innerhalb kurzer Zeit.
Ingenieure stehen allzeit bereit, sollte sich ein überraschender technischer Defekt ergeben.
Die Stimmung in dem riesigen Raum ist schwer zu beschreiben. Trotz der vielen Menschen, die hier
arbeiten, ist der Lautstärkepegel doch sehr gedämpft, was auch durch eine gezielte Akustikarchitektur
erreicht wird. Auch das Licht ist speziell entwickelt und erlaubt möglichst ermüdungsfreies Arbeiten.


Neben dem Flughafenverkehr überwacht die DFS in München auch noch den kompletten süddeutschen Luftraum.


Diese Fotos wurden vom Besucherhügel aus aufgenommen.

Leider mussten wir den Raum schon kurz darauf wieder verlassen um die dort anwesenden Controller
nicht allzusehr zu beinträchtigen. Man spürt die große Verantwortung, die hier auf allen lastet.
Danach wurden wir bei kalten Getränken, Kaffee und Plätzchen von Herrn Köppl, dem Pressesprecher
der DFS sehr unterhaltsam und wissensreich durch einen spannenden Vortragsnachmittag begleitet.
Leider ist es mir nicht möglich gewesen, die Powerpointpräsentation von ihm zu bekommen um Sie euch hier
zur Verfügung zu stellen. Doch laut seiner Aussage hat jeder Flugsportverein die Möglichkeit sich bei der DFS
einen ähnlichen Termin geben zu lassen um sich deren Arbeit einmal Vor-Ort anzusehen.
Und das beste dabei ist: Das ganze ist auch noch kostenfrei.


Auch einige alte Airliner können hier besichtigt werden.

 
Mein Vater, Herr Martin Köppl und meine Wenigkeit nach dem Vortrag.                                          Gebäude von außen. Innen war fotografieren leider untersagt.


Die Gruppe Lehrer der Realschule, die uns beide freundlicherweise mitgenommen haben.

Zu guter Letzt habe ich sogar noch eine Bestätigung von der Schule bekommen, dass ich an der "Fortbildung"
teilgenommen habe. ;-)



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